Chilisamen keimen lassen

Anzucht aus Samen

Dieser Beitrag widmet sich der Anzucht von Chilipflanzen aus Samen. Chilipflanzen und Chiliprodukte werden auch in Deutschland zunehmend beliebter. Die scharfen Früchte aus Südamerika lassen sich auch in unseren Breitengraden relativ einfach aus Samen aufziehen. Die hierfür benötigten Chilisamen sind bei vielen Saatgut-Händlern im Internet erhältlich, die Auswahl der Sorten ist mittlerweile nahezu unendlich.

Chilisamen keimen lassen | Anleitung

Beim Keimen der Chilisamen gibt es ein paar Dinge zu beachten, diese werden in dieser Anleitung jedoch ausführlich erläutert, sodass einer erfolgreichen eigenen Chili Aufzucht nichts im Wege steht.

Benötigte Materialen

  • Chilisamen bzw. Paprikasamen
  • Töpfe oder Anzuchtplatten
  • Kultursubstrat wie z.B. Anzuchterde oder Kokos

Optionale Materialen

  • Mini Gewächshaus / Zimmergewächshaus (empfohlen)
  • Heizmatte
  • Thermo- / Hygrometer mit Fernsensoren
  • Künstliche Beleuchtung
  • Steckschilder zum Beschriften

Zeitpunkt der Aussaat

Als bewährter Zeitpunkt zur Anzucht der Samen hat sich die Zeitspanne zwischen Ende Dezember und Ende Februar etabliert. Die Samen sollten keinesfalls später als Ende März ausgesät werden, da die Früchte sonst ziemlich sicher nicht fertig ausreifen. Werden die Chilisamen später gesät kann die Saison jedoch durch ein Abreifen im Haus verlängert werden.

Vorkeimen der Chilisamen

Die Chilisamen können für ein schnelleres Keimen in einem Becher mit Wasser vorgekeimt werden. Dieser Vorgang wird bei Gemüsesamen auch Priming oder Keimstimulierung genannt. Anstelle des Wassers wird zum Vorkeimen auch gerne Kamillentee verwendet. Dieser soll die jungen Pflanzen angeblich weniger anfällig für Bakterien und Pilze machen. Nach 24 bis 48 Stunden sollten die Samen aus dem Wasser genommen werden und in das Kultursubstrat gesetzt werden. Das Vorkeimen der Chilisamen ist nicht zwingend erforderlich, es beschleunigt den Keimvorgang jedoch etwas.

Erde, Substrat und Aussaat

Die Samen können in Anzuchterde, Kokos oder Quelltabs aufgezogen werden. Sie sollten mindestens 5 bis maximal 10 Millimeter tief eingegraben werden. Hierdurch lassen sich Helmträger vermeiden. So werden unter Chilifans Samen genannt, die es nicht geschafft haben ihre Samenhülle beim Keimen abzustreifen. Die Erde bzw. das Kultursubstrat sollte nach dem Vergraben der Samen leicht angedrückt werden. Entgegen der weitläufigen Meinung kann übrigens auch vorgedüngte Erde oder Substrat verwendet werden. Hier sollte nur darauf geachtet werden, dass nicht zu viel Dünger im Substrat vorhanden ist.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Chilisamen benötigen zum Keimen eine recht hohe Temperatur und eine relativ konstante Luftfeuchtigkeit. Daher empfehlen wir die Nutzung eines Minigewächshauses bei der Anzucht. Die Temperatur zur Keimung sollte bei mindestens 22 bis 29 Grad Celsius liegen. Zum Einhalten der Temperatur beim Keimen der Samen kann ein warmes Fensterbrett über einer Heizung oder im Idealfall eine Heizmatte verwendet werden. Zur Überwachung der Temperatur und Luftfeuchtigkeit empfehlen wir zudem ein Thermo-/Hygrometer mit Fernsensoren zu benutzen. Diese Sensoren können direkt im Minigewächshaus angebracht werden. Generell mögen es die Samen und Keimlinge warm und feucht, aber nicht zu nass.

Keimdauer

Bis die ersten Chilipflanzen aus den Samen keimen, kann es etwa ein bis zwei Wochen dauern. Bei weniger optimalen Bedingungen und bei manchen Chilisorten sowie wilden Chiliarten kann sich die Keimdauer aber auch etwas verlängern.

Beleuchtung der Keimlinge und Jungpflanzen

Bei der Anzucht in den Wintermonaten wird eine Pflanzenlampe für eine Beleuchtung der Jungpflanzen mit Kunstlicht unbedingt empfohlen. Ohne Kunstlicht wachsen die Pflanzen gerade im Dezember und Januar nur sehr langsam bis gar nicht. Bei späterer Aussaat der Chilisamen eignet sich aber auch ein sehr helles Südfenster.

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